Ein Tag mit Jim Taszarek am 26. Juni in der BLM
Freitag, 27. Juni 2008 um 16:23 Uhr
“Auf die gute Idee kommt es an! Nicht auf Reichweiten, Zugriffszahlen, Seitenaufrufe.“ Das ist das Credo von Jim Taszarek, Radio-Marketing-Guru aus den Vereinigten Staaten. Das größte Problem im Radio-Marketing sei es, dass Generationen von Radio-Managern und Verkäufern aber gerade das Gegenteil gelernt hätten. Seit 80 Jahren laute die Erfolgsregel für das Radio, viele Hörer bedeuten finanzieller Erfolg. Von diesem Denken müsse man sich im Internet-Zeitalter lösen.
Jana Gäbert von Mach3 über den Workshop
Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.
Stattdessen gilt es, sich auf den lokalen Markt zu konzentrieren und die Kunden die man dort hat, optimal zu bedienen. Und das nicht nur mit Radiospots, sondern mehr und mehr auch im Internet. Eine eingehende Analyse des lokalen Radio-Markts bildet die Vorraussetzung dafür, seinen Kunden optimal zugeschnittenen Werbe-Angeboten anbieten zu können. Dabei kommt es vor allem darauf an „Cluster“ zu bilden, um herauszufinden, in welchen Bereichen die Stärken der eigenen Radio-Station liegen. Taszarek stellte eine Vielzahl von möglichen „Clustern“ vor. Kommen die Werbekunden vor allem aus dem Einzelhandel mit Autos oder sind es doch die Baumärkte, die den Umsatz bringen. Wo sind die Werbekunden angesiedelt, im Industriegebiet oder eher in der Innenstadt?
Nun müsse man seine Trumpfkarte ausspielen. Das Ziel müsse es sein, seine Erfahrungen und sein „Standing“ als anerkanntes lokales Medienunternehmen mit den neuen Möglichkeiten des Internet zu kombinieren. Im Internet könne man für jeden Kunden mit geringem Kostenaufwand eine Werbekampagne entwerfen, die dessen Bedürfnissen genau entspricht. Wichtigster Grundsatz hierbei: „Verkaufen sie das Produkt, nicht das Internet. Sie verkaufen ihrem Kunden eine auf ihn zugeschnittene Werbe-Idee und nicht die Anzahl ihrer Seitenaufrufe.“ Und Ideen gibt es genug, das konnte der Mann aus Arizona in seinem Work-Shop eindrucksvoll zeigen.
Tipps für die Praxis gab es von dem langjährigen Sales Manager auch. Das Angebot an Werbeplätzen zu verknappen hilft auch im Internet. Lieber ein paar Banner weniger und dafür den Hinweis „Ich habe leider nur fünf Plätze.“ ins Kundengespräch einfließen lassen. Mit diesem Argument wurde schon so mancher zweifelnde Kunde überzeugt.
Die Besucher des Work-Shops verließen die BLM nach sieben Stunden nicht erschöpft sondern mit vielen neuen Ideen und waren begeistert von dem rund um gelungenen Vortrag. Frank Erik Walter von Studio Gong meinte: “Ich fand den Tag sehr gut - es war sehr interessant. Taszarek hat zudem dafür gesorgt, dass die Stimmung unter den Teilnehmern sehr gut war und interessante Diskussionen stattfinden konnten. Das spricht auch für seine Qualität als Referent und als Verkäufer. Er gab tolle Impulse und gute Ideen mit an die Hand!”
Jim Taszarek wird am kommenden Mittwoch auf den Lokalrundfunktagen noch einmal einige seiner wichtigsten Ideen vorstellen.