Radio Z

Dienstag, 10. Juni 2008 um 11:54 Uhr

Radio Z stellt sich vor

Der Sender

Radio Z, der nichtkommerzielle Hörfunkanbieter aus Nürnberg ist ein fester Bestandteil der alternativern Medienszene im deutschsprachigen Raum. Die enge Zusammenarbeit mit dem Bundverband freier Radios (BFR) sowie verschiedene bundesweite und europäische Projekte haben den Lokalsender weit über den fränkischen Großraum bekannt werden lassen. Die Rundfunk-Aktionsgemeinschaft Demokratischer Initiativen und Organisationen e. V. kurz: R. A. D. I. O. e. V. ist ein gemeinnütziger Verein mit über 1300 Mitgliedern und Träger des Hörfunksenders. Radio Z sendet seit 20 Jahren als Bayerns erstes und einziges freies Radio in Nürnberg, Fürth, Erlangen, täglich von 14-02 Uhr auf der 95,8 MHz sowie im Internet unter www.radio-z.net.

Das Programm

Der Sendeinhalt von Radio Z setzt kritische und ungewohnte Akzente. Das gilt für das Musikprogramm sowie für die Themensendungen. Radio Z steht für Musikgeschmack fernab des Hitparadengedudel. Offen für neue Hörgewohnheiten sendet Radio Z Musik, unterschiedlichster Sparten, von Jazz über elektronische Klänge und HipHop bis hin zu Punk und Heavy Metal. Ein hoher Wortanteil im Tagesprogramm gibt Raum zu Diskussion über Politik, Gesellschaft, Kunst und Kultur. Radio Z meidet in seinen Beiträgen bewusst Agenturmeldungen und sucht den direkten Kontakt zu den Betroffenen. Das weit reichende Netzwerk an Informationsquellen zeigt Probleme aus konkreten Blickwinkel, lässt Minderheiten zu Wort kommen und versucht Sachverhalte möglichst unverfälscht wiederzugeben.

Integrative Medienprojekte und Zielgruppengrogramme

Nicht nur berichten, sondern mitgestalten! Behinderte (Radio Handicap), Psychiatrieerfahrene (Durchgeknallt), die Kinderredaktion Kapong und die SeniorInnen (Spätzünder) haben seit Jahren einen festen Sendeplatz, den sie selbst gestalten. Nach dem gleichen Konzept wurden auch befristete Projekte wie etwa Internationaler Radiotalk ( November 07 – März 08) konzipiert, in dem in Deutschland lebende MigratInnen und Flüchtlinge über Integrationsschwierigkeiten, die Problematik ihrer Heimatländer und persönliche Erfahrungen vor den Mikrophonen berichteten.

Z-International

Integration scheinbarer Gegensätze ist auch das Ziel von Z-International. In zweisprachigen Sendungen informieren in Deutschland lebende MigrantInnen aus Äthiopien, Frankreich, Rumänien, Griechenland, Kurdistan, der Türkei, Lateinamerika und vielen weiteren Ländern über aktuelle Ereignisse ihrer Länder. Z-International ermöglicht den direkten Kontakt zu fremden Kulturen und hilft beim Erlernen fremder und der deutschen Sprache.

Die MitarbeiterInnen

Über 160 MitarbeiterInnen unterschiedlichsten Alters und verschiedenster Nation gestalten das Programm von Radio Z. Der Großteil der MitarbeiterInnen arbeitet ehrenamtlich. Interne Seminare bilden die RedakteurInnen in Medienrecht, Radiojournalismus, Studio- und Schnitttechnik, und Moderationstechnik aus. Koordiniert wird der Redaktionsalltag von einem fünfköpfigen Team festangestellter JournalistenInnen und der Geschäftsleitung.

Finanzierung

Seit Jahren bilden Mitgliedsbeiträge eine stabile Finanzierungsgrundlage von Radio Z. Hinzu kommen Spenden und Projektgebundene Fördergelder sowie eine Programmförderung der Bayrischen Landeszentrale für neue Medien (BLM).

 

Cross-Media-Projekte

 

01/2006 -12/2006 Europaradio

Förderung durch die Europäische Union

Ein Netzwerkprojekt von Radio Z und Radio Corax Halle mit einem eigenen Korrespondenten in Brüssel berichtete in wöchentlichen Hörfunksendungen über das europäische Parlament und über EU relevante Themen – siehe www.europaradio.info

 

05/2003-05/2004 Europakanal

Förderung durch die Europäische Union

Ein wöchentliches Hörfunkmagazin (60 Minuten) über die 10 neuen EU-Beitrittsländer und EU relevanten Themen mit monatlichen Schwerpunktsendungen, Kooperationsbeiträgen anderer europäischer freier Medienanstalten und einer ergänzenden Internetplattform.

 

05 /2002- 05 /2003 Europhonia

Förderung durch die Europäische Union

Ein wöchentliches Hörfunkmagazin (60 Minuten) über die EU-Länder und EU relevante Themen mit begeleitenden Veranstaltungen, einer ergänzenden Internetplattform und Verbreitung über den BFR

 

Preise für Radio Z

 

2007 Verleihung des Georg-Schreiber-Medienpreises der AOK Bayern für die

Redaktion „Durchgeknallt“ (Sendung von und für Menschen mit Psychiatrieerfahrung)

2005 Nürnberger Medienpreise in der Kategorie „Reportagen/Feature“ Heike Herzog der deutsch-israelischen Redaktion „Tacheles“ sowie für Sabine Reichel und Stefan Gnad in der Kategorie Comedy

2004 Erster Journalistenpreis der mittelfränkischen Medienbetriebsgesellschaft in der Sparte Hörfunk für Heike Demmel von der Politik-Redaktion „Stoffwechsel“

Nürnberger Medienpreis in der Kategorie Comedy für Carsten Galle und Carsten Trachte vom Musikmagazin „Wanne Eikel“

2002 Erster Nürnberger Behindertenpreis der Lebenshilfe e.V. für das Team von „Radio Handicap“

2000 Zweiter Journalistenpreis der mittelfränkischen Medienbetriebsgesellschaft in der Sparte Hörfunk für Michael Liebler von der Politik-Redaktion „Stoffwechsel“

1999 Zweiter Journalistenpreis der mittelfränkischen Medienbetriebsgesellschaft in der Sparte Hörfunk für Martin Wernecke von „Radio Handicap“

1997 Preis für Kunst und Wissenschaft /Nürnbergstipendium der Stadt Nürnberg

1991 Die Dauerwelle (jetzt Quotenstunde) erhält den Frauenförderpreis der Stadt Nürnberg

Sonderpreis Hörfunk der BLM für den Beitrag „Kirche und Drogen“

www.radio-z.net