Workshop: Selling Radio And The Web

Am 02. Juli, dem zweiten Tag der Lokalrundfunktage 2008, hielt Jim Taszarek, ein in den USA sehr bekannter Radio-Marketing-Trainer, einen Workshop zum Thema „Selling Radio And The Web“.
Nach der Begrüßung durch Peter Fürmetz, der den Vortrag moderierte, stieg Taszarek gleich in die Thematik seiner Präsentation ein: Internet – Freund oder Feind des Radiomachers?

Es gibt zunächst viele Gründe, die Kombination von Internet und Radio skeptisch zu betrachten. Taszarek nannte beispielsweise die zusätzlichen Kosten, die Angst vor neuen Tätigkeitsfeldern, sowie fehlende Erfahrungen. Außerdem stellt sich für einige die Frage, wer denn eigentlich von dem Aufwand der crossmedialen Verbindung profitiert.

Die größte Fehlentwicklung im Radio-Geschäft ist nach der Ansicht des Amerikaners, dass der Wert einer Radio-Sendung im Allgemeinen an der Zahl der Hörer gemessen wird. Die Überbewertung reiner Zahlen führe schließlich zu konstant niedrigeren Preisen und dass die kreativen Werte in Vergessenheit geraten.
Egal ob Bill Gates, die Gründer von Apple oder YouTube – immer waren es Ideen, die zum großen Erfolg führten. Es geht also nicht um Geld, eine besondere Bildung oder sonstige Privilegien, sondern die Kreativität und das Potential, die jeder von uns in sich trägt. Das Internet bietet eine einzigartige Möglichkeit unsere Ideen schnell und effizient zu verbreiten. Gerade in Deutschland, wo die Menschen im Internet sehr aktiv sind, sollte man diese Gelegenheit nutzen. Vor allem, weil die Technik hierbei weltweit keine Grenzen setzt. Das Internet: ein Freund des Menschen, ein Freund des Radiomachers – für Taszarek eine klare Sache. Er bezeichnet sein Konzept der Einheit von Internet und Radio als „New Radio“, ein völlig neues Medium, eine neue Form der Kommunikation.

Man sollte sich nicht davor verschließen, dass man in Zukunft ohne das Internet Menschen nicht überzeugend erreichen kann. Warum zögern die Radio-Sender also vor einer Weiterentwicklung? Sind sie sich nicht der Macht bewusst, die ihnen die Kombination von technischen Möglichkeiten und ihrer eignen Ideen verleiht?

Zum Schluss gab Taszarek den Inhalt seines Vortrags mit den Worten Einsteins zusammenfassend wieder:

„Computers are incredibly fast, accurate and stupid.
Human beings are incredibly slow, inaccurate and brilliant.
Together they are powerful beyond imagination.”

Katharina Merkel, Cornelia Tu
Schülerreporter